Laut einem neuen Forschungsbericht des IoT-Analyseunternehmens Berg Insight erreichte die Anzahl der Smart Homes in Europa und Nordamerika im Jahr 2021 105,0 Millionen. Der fortschrittlichste Smart-Home-Markt ist Nordamerika mit einer installierten Basis von 51,3 Millionen Smart Homes am Jahresende. Das entspricht einer Durchdringungsrate von 36 Prozent. Im Jahr 2021 wuchs die Anzahl der Smart Homes in Nordamerika im Jahresvergleich um 13,0 Prozent.
Das starke Marktwachstum wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren fortsetzen. Bis 2026 schätzt Berg Insight, dass etwa 74,6 Millionen Haushalte in Nordamerika smart sein werden, was 50 Prozent aller Haushalte in der Region entspricht. Der europäische Markt liegt in Bezug auf die Marktdurchdringung noch hinter Nordamerika. Ende 2021 gab es in Europa insgesamt 53,7 Millionen Smart Homes. Die installierte Basis in der Region wird voraussichtlich bis Ende 2026 rund 100 Millionen Haushalte erreichen, was einer Marktdurchdringung von 42 Prozent entspricht.
Zu den beliebtesten Smart-Home-Produkten gehören smarte Thermostate, smarte Glühbirnen, smarte Sicherheitskameras, smarte Türschlösser, smarte Steckdosen und smarte Lautsprecher. Diese Produkte, die zusammen in Hunderten von Millionen verkauft wurden, werden von etablierten OEMs wie Signify, Resideo, Danfoss, Belkin, Chamberlain und Assa Abloy sowie neueren Marktteilnehmern wie Ecobee, Mysa, Nuki, Arlo, Netatmo, IKEA und Wyze Labs vermarktet. Der Markt für Gesamthaussysteme wird von traditionellen Hausautomationsspezialisten, Heimsicherheitsanbietern, Telekommunikationsbetreibern und DIY-Lösungsanbietern bedient. Im nordamerikanischen Markt haben sich interaktive Heimsicherheitssysteme zu einem der häufigsten Arten von Smart-Home-Systemen entwickelt. Die installierte Basis von Gesamthaussystemen in Europa und Nordamerika belief sich Ende 2021 auf jeweils 20,0 Millionen und 30,0 Millionen Systeme.
Smarte und vernetzte Heimlösungen werden heute allgegenwärtig, und in vielen Produktkategorien ist Konnektivität ein Standardmerkmal. Ein vernetztes Produkt entspricht jedoch nicht automatisch einer intelligenten Lösung, die echten Mehrwert für Hausbesitzer schafft. “Für die Teilnehmer des Smart-Home-Markts gibt es noch viel zu tun, bevor das wahre Smart Home verwirklicht ist, in dem Produkte und Systeme verschiedener Anbieter nahtlos zusammenarbeiten und automatisch Anpassungen vornehmen, die für den einzelnen Nutzer optimiert sind”, so Herr Backman weiter. Entwicklungen auf der Softwareseite sind der Schlüssel, um dies Wirklichkeit werden zu lassen.
“Der mit Spannung erwartete Smart-Home-Standard Matter, der im Jahr 2022 eingeführt werden soll, birgt großes Potenzial, viele der Probleme zu lösen, die die Akzeptanz von Smart-Home-Lösungen heute behindern”, schlussfolgert Herr Backman.
Quelle: Berg Insight