Die Zukunft der Landwirtschaft und des Agrarsektors
07.02.2020
1055 views
Die Zukunft der Landwirtschaft wird durch die Prognose bestimmt, dass die Weltbevölkerung laut dem UN-Bericht The 2019 Revision of World Population Prospects in den nächsten 30 Jahren um 2 Milliarden Menschen wachsen wird – von derzeit 7,7 Milliarden auf 9,7 Milliarden im Jahr 2050 und 11 Milliarden im Jahr 2100. Infolgedessen werden wir bis 2050 70 % mehr Nahrung benötigen, um so viele Menschen zu ernähren.
Um darauf vorbereitet zu sein, integrieren Landwirte und Agrarbetriebe Internet of Things (IoT)-Lösungen, Robotik und Künstliche Intelligenz (KI) für Analysen, Rentabilität und größere Produktionskapazitäten.
Die meisten Forscher bezeichnen diesen Ansatz als Agriculture 4.0 oder datengesteuerte Landwirtschaft.
Schauen wir uns einige Beispiele für den Einsatz von IoT in der Landwirtschaft an:
Bodenfeuchtesensoren können Landwirten helfen, den Wasserverbrauch effektiver zu überwachen und zu analysieren;
Detaillierte Topographiekarten können auf Basis von Daten aus Bodenazidität- und Temperatursensoren erstellt werden;
Der Bewässerungszeitpunkt für Kulturen kann über intelligente Bewässerungssysteme geplant werden;
Verschiedene Sensoren überwachen die Tiergesundheit in Echtzeit;
Smartphones können zur Fernüberwachung von Ausrüstung, Kulturen und Nutztieren genutzt werden sowie zur Abfrage von Statistiken zur Tierfütterung und Produktion.
Es liegt auf der Hand, dass die Einsatzmöglichkeiten und Bereiche für die Integration von IoT-Geräten in den kommenden Jahren zunehmen werden. Laut Business Insider werden bis 2023 mehr als 12 Millionen intelligente Sensoren installiert sein. Eine weitere interessante Tatsache: Ein durchschnittlicher Landwirtschaftsbetrieb wird täglich mehr als eine halbe Million Datenpunkte erzeugen – um Landwirten bei der Analyse, Steuerung und Verwaltung ihres Unternehmens sowie bei der Gewinnsteigerung zu helfen.
Angesichts all der potenziellen Vorteile dieser IoT-Anwendungen in der Landwirtschaft ist es offensichtlich, dass Landwirte zunehmend auf den Einsatz landwirtschaftlicher Drohnen setzen. Deshalb sind Drohnen in der Präzisionslandwirtschaft sehr gefragt.
Drohnen können Düngemittel 40 bis 60 Mal schneller ausbringen als per Hand.
Ein weiteres Problem, mit dem Landwirte bei der Integration von Smart-Farming-Lösungen konfrontiert werden, ist die Schulung des Personals. Es gibt viele neue Technologien und Prozesse zu erlernen – von der Installation verschiedener Geräte bis hin zu Web-, Mobile- und PC-Software. Eine Zusammenarbeit mit dem richtigen Anbieter oder Entwickler von Smart-Farming-Lösungen ist dabei sehr wichtig.
Wie sieht die Zukunft der Landwirtschaft aus?
Laut einer aktuellen Studie „From Smart Farming towards Agriculture 5.0: A Review on Crop Data Management” wird die nächste Phase der innovativen Landwirtschaft Agriculture 5.0 sein – das Zeitalter der Robotik und Künstlichen Intelligenz (KI). Die Grundidee lautet: Landwirte werden weiterhin Präzisionslandwirtschaft und Smart-Farming-Technologien nutzen, jedoch mit Ausrüstung, die unbemannte Operationen ermöglicht. Es werden auch autonome Entscheidungsunterstützungssysteme enthalten sein. Traditionell müssen Betriebe viele Arbeitskräfte einstellen – meistens saisonal –, um Kulturen zu ernten und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Leider haben sich alle modernen Gesellschaften jedoch vom Landleben entfernt und leben in Städten.
Eine Forbes-Studie zeigt, dass moderne Roboter die menschliche Arbeitskraft ergänzen und effizienter und schneller arbeiten können als Menschen. Natürlich gibt es noch viele Aufgaben, die Roboter nicht übernehmen können. Fast alle Forscher berichten jedoch, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Übergang von menschlicher Arbeitskraft zur Robotik vollzogen ist.
Ein weiterer Aspekt der Integration von Robotik und KI sind die Kosten – wie bei den meisten Innovationen sind diese Technologien besonders für kleine und mittelständische Landwirte zu teuer.
In den letzten fünf Jahren haben Agrar-Tech-Startups mehr als 800 Millionen Dollar eingesammelt. Auch bei CitrusDev arbeiten wir an der Front der Agrarrevolution und investieren Zeit und Ressourcen in F&E. Wir verfügen über nachgewiesene Erfahrung in der Entwicklung von Smart-Farming-Lösungen.